25.03.2006
ASV-VORSITZENDER WOLFGANG FLEISCHER NACH DER DEUTSCHEN MEISTERSCHAFT Auch Vereinskasse profitiert / Lob von allen Seiten / Kritik muss sich nur der Verband gefallen lassen / Jugendkoordinator
„Ein enormer Imagegewinn für uns“

 


Dynamisches Führungsteam mit Visionen (von links): Oliver Herrmann, Gerhard Vogel und Wolfgang Fleischer. FOTO: KAUPER
 

VON PETER LANGER

Deutsche Meisterschaften sind etwas Besonderes. Auch die der Ringer, die sich vor einer Woche in Hof trafen, um ihre Besten zu ermitteln. Die Bilanz von Ausrichter ASV Hof sieht nach einer gründlichen Bestandsaufnahme sehr positiv aus. „Die Titelkämpfe waren ein enormer Imagegewinn für unseren Verein“, machte Vorsitzender Wolfgang Fleischer in einem Interview mit unserer Zeitung deutlich.

Der Aufwand hat sich also gelohnt?

Hundertprozentig. Während der Veranstaltung und auch nach dem letzten Kampf kamen immer wieder Zuschauer, Funktionäre, Kampfrichter und Aktive zu mir und lobten den reibungslosen und sportlich hochkarätigen Verlauf. Wir erhielten unzählige E-Mails, viele Besucher trugen sich im Gästebuch auf unserer Internetseite ein.

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Wie am Schnürchen

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Eine rundum gelungene Sache?

Natürlich hat es ein paar Mal gehakt. Aber unterm Strich lief die Organisation wie am Schnürchen. Die Auftritte der Narhalla und des Schulorchesters vom Schillergymnasium, die Siegerehrungen, die Kämpfe selbst. Ein Außenstehender kann sich gar nicht vorstellen, was da alles dahinter steckt. An dieser Stelle möchte ich alle ASVler loben, die mitgeholfen haben, stellvertretend für die anderen den Gerhard Vogel und den Oliver Herrmann, die mir im organisatorischen Bereich wahnsinnig viel abgenommen haben.

Nicht einmal der Hauch von Kritik?

Doch, aber das sind Sachen, die wir nicht zu verantworten haben. Geärgert habe ich mich über die Selbstverständlichkeit, mit der die Ehefrauen der Funktionäre auf freien Eintritt beharrten. Das sei schon immer so gewesen, sagten sie nur. Schlecht, dass es immer schon so war. Der Deutsche Ringerbund ist in erster Linie für seine Vereine da, die jeden Cent umdrehen müssen.

Wie fiel die finanzielle Bilanz aus?

Zufriedenstellend. Trotz der vielen Ausgaben haben wir schätzungsweise 2000 Euro gut gemacht.

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Die Lücken täuschen

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Es hätten mehr Zuschauer sein können, oder?

Mit den Zahlen sind wir zufrieden. Dass Lücken auf den Zuschauerrängen zu sehen waren, ist damit zu erklären, dass sich in der großen Halle die Menschen verlieren.

Hat Sie noch was geärgert?

Ja. Und auch da muss sich der Deutsche Ringerbund Kritik gefallen lassen. Da sitzen unter den Zuschauern die Nationalmannschaftsringerinnen - und wir erfuhren es erst, als sie wieder weg waren. Wir hätten die Mädels mit Sicherheit präsentiert. Und ein paar Euro für Blumensträuße hätten wir auch noch gehabt. Was ich damit sagen will: Der Deutsche Ringerbund verkauft sich zu schlecht. Genauso wie beim offiziellen Wiegen.

Beim Wiegen?

Das findet bei den Ringern im stillen Kämmerlein unten im Keller statt. In jeder anderen Sportart würde dieser elementare Vorgang zu einer Show gemacht.

Nach der deutschen Meisterschaft 1980 mussten die Ringerfans 26 Jahre auf die Meisterschaften 2006 warten. Dauert es bis zu den nächsten Titelkämpfen wieder so lange?

Nein. Wir waren uns nach der Auswertung sehr schnell einig, dass wir nicht wieder so viel Zeit verstreichen lassen werden. Spätestens in zehn, vielleicht schon in fünf Jahren wollen wir wieder Ausrichter sein.

Sind da keine anderen Bewerber da?

Sicher sind die da. Aber der Deutsche Ringerbund achtet schon darauf, mit wem er zusammenarbeitet. Wir sind da, und das sage ich ganz unbescheiden, eine ganz feine Adresse. Ein Beispiel war die Abrechnung mit den Startgeldern. Der DRB musste in der Vergangenheit oft wochenlang auf eine Abrechnung warten, bei uns erhielt er den Scheck am Sonntag noch in Hof.

Kommen wir zum sportlichen Verlauf. Waren Sie mit dem Niveau zufrieden?

Absolut. Wir haben ganz tolle Kämpfe gesehen. Überdenkenswert ist der Modus. Es darf nicht sein, dass zwei Favoriten schon in der Qualifikationsrunde gegeneinander kämpfen. Die besten Ringer müssen gesetzt sein und dürfen frühestens im Halbfinale aufeinander treffen.

Waren Sie enttäuscht über die Niederlagen von Dominik Zeh und Martin Preiß?

Natürlich sieht man seine eigenen Kämpfer lieber gewinnen. Aber eine deutsche Vizemeisterschaft ist doch fantastisch. Und auch der vierte Platz von Martin Preiß ist ein prima Ergebnis.

Die DRB-Trainer fordern und forcieren den Generationswechsel. Ihre Meinung?

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Jugend muss ran

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Natürlich müssen die Jungen ran. Aber wie sie unseren Dominik Zeh behandeln, gefällt mir nicht. Der spielt in den DRB-Planungen offensichtlich keine Rolle mehr. Ich saß in der Pressekonferenz neben dem Bundestrainer, der in sechs der sieben Gewichtsklassen zwei Namen aufgeschrieben hatte. Nur in der 74-kg-Klasse stand nur einer auf dem Papier: Peter Weisenberger. Dem Mann gehört die Zukunft, klar. Aber Dominik ist erst 29. Ein Alexander Leipold feierte mit 30 seine größten Erfolge.

Martin Preiß spielt aber schon eine Rolle?

In Martins Gewichtsklasse ist Engelhardt die unangefochtene Nummer 1 mit den besten Perspektiven. Dahinter stehen drei Ringer, die ungefähr gleichstark sind. Einer von ihnen ist Martin.

Die Meisterschaften 2006 sind Geschichte. Jetzt gilt das ganze Interesse der neuen Saison in der 2. Bundesliga?

Ganz so ist es nicht, denn noch stehen zahlreiche Einzelmeisterschaften an, bei denen wir natürlich auch möglichst gut abschneiden wollen. Aber es stimmt schon, es dreht sich ab sofort viel um die 2. Bundesliga.

Wann werden Sie die neue Staffel vorstellen können?

Mitte Mai. Wir werden immer noch mit Anfragen bombardiert und sind deshalb in einer komfortablen Situation. Wir bestimmen den Takt.

Wie erklären Sie sich die große Nachfrage in Ringerkreisen?

Ganz einfach. Wir halten, was wir versprechen. Mancher Verein hat sich übernommen und schuldet Ringern noch Geld. Unser sächsischer Nachbar Markneukirchen war so ein Fall. Oder Großostheim, das genau wusste, dass es pleite war und die Aufstiegskämpfe gegen Nürnberg zur Farce werden ließ. Die Hessen traten zum Rückkampf mit der „Zweiten“ an.

Der ASV Hof wird aber seiner Philosophie mit dem eigenen Nachwuchs nicht untreu?

Nein, niemals. Wir arbeiten seriöse und solide, wollen nie als Pleitenverein enden. Die Jungen sind unser Faustpfand. Wir haben wohl als erster Ringer-Verein Deutschlands einen hauptamtlichen Jugendkoordinator fest angestellt.

Wie heißt und was macht der Mann?

Er heißt Manfred Krelke und hat sich auf Anhieb mit dem ASV identifiziert. Er kümmert sich darum, dass unsere ausgezeichnete Jugendarbeit noch bessere Strukturen bekommt und unsere Ehrenamtlichen entscheidend entlastet werden. Er wird ständig in Kontakt mit Eltern und Lehrern stehen und auch Projekte betreuen, die uns weiteren Zulauf bescheren. Wir hatten und haben tolle Ideen, aber sehr oft fehlte die Zeit, diese umzusetzen. Manfred ist der richtige Mann zur rechten Zeit.

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Schritt für Schritt

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Der ASV Hof vor einer verheißungsvollen Zukunft?

Wir wollen weiterkommen, Schritt für Schritt. Kontinuität ist das Zauberwort. Unsere Nachwuchsringer beginnen in den Schülermannschaften und kommen als Jugendliche in die 3. Männermannschaft. Dort sind sie schnell unterfordert. Die „Zweite“ muss deshalb möglichst schnell in die Bayernliga aufsteigen, als Unterbau für die 1. Mannschaft.

Die letztendlich wo ringt?

Das klingt natürlich zunächst überheblich, aber unser Ziel ist die Bundesliga. In dieser Saison wollen wir in die Aufstiegsrunde. Und we r da drin ist, der will auch aufsteigen. Wir haben aus den Erfahrungen der ersten Saison gelernt und die Konsequenzen gezogen. Aber stets mit Augenmaß und Verstand. Zum Wohle des ASV Hof!

 

20.03.2006

DIE JUNGEN DRÄNGEN NACH

Nicht mehr abwatsch‘n lassen



Alexander Leipold (rechts) und Jörg Helmdach

Das neue Trainergespann Jörg Helmdach und Alexander Leipold ist mit einem großen Anspruch angetreten: Bei den nächsten Sommerspielen 2008 in Peking sollen fünf Ringer mit Endkampfchancen antreten - für einen Verband, der zuletzt international bestenfalls die zweite Geige spielte, ein ziemlich kühnes Projekt, doch Helmdach macht bei seinem Meisterschaftsfazit in der Hofer Freiheitshalle deutlich: „Die junge Generation ist auf dem Vormarsch. Und sie ist willig. Die Jungs wollen sich nicht länger abwatsch‘n lassen und machen im Training richtig Dampf.“

Eine Eigendynamik sei entstanden, die spätestens 2012 dann richtig Früchte tragen soll. Leipold, wohl der letzte deutsche Ringer internationaler Klasse, zählt die vielen jungen Wilden nicht namentlich auf, die demnächst auf internationaler Ebene wieder mitsprechen wollen. Ein Blick auf die Jahrgänge der Halbfinalteilnehmer macht dennoch deutlich, dass sich die Altmeister warm anziehen müssen. Unangefochten ist lediglich der Hallenser Sven Thiele, der in Hof seinen 15. Schwergewichtstitel in Folge errang und bei den Europameisterschaften noch einmal angreifen möchte.

Olaf Brandt, aus Luckenwalde stammender Neu-Nürnberger mit beim Ringen eher hinderlichen Haarzopf, geht indessen dem Kampf der Generationen freiwillig aus dem Wege. „Ich bestreite nur noch Mannschaftskämpfe“, erklärte er in Hof frank und frei seinen Rücktritt aus dem internationalen Geschäft. P.L.

 

20.03.2006

NACH EINER STUNDE KONNTE MARTIN PREISS SCHON WIEDER LACHEN

Ein „junger Wilder“ mit neuem Stil



Martin Preiß (mit Kopfverband) ist zu allem entschlossen, aber im entscheidenden Kampf glücklos

VON PETER LANGER

Zu den „jungen Wilden“ des Deutschen Ringerbundes zählt zweifellos Martin Preiß, der zweite Hofer, der bei den Meisterschaften vor eigenem Publikum den Nachweis lieferte, dass er zur deutschen Spitze im Seniorenbereich zählt. Trotz des vierten Platzes in der 66 Kilo-Klasse, der Martin mächtig ärgerte und der seinem wahren Leistungsvermögen auch nicht gerecht wurde.

Der 21 Jahre alte ASVler konnte aber eine Stunde nach der hauchdünnen Niederlage im Kampf um Platz drei schon wieder lachen. „Mit der Platzierung bin ich nicht zufrieden, aber die Leistung hat unterm Strich gestimmt“, zog er seine ganz private Bilanz.

In der Tat: Preiß, der wie Zeh eine Freilos gezogen und in der Qualifikationsrunde am Freitag noch pausiert hatte, überzeugte das Publikum und auch sich selbst. Das war wichtig, denn zusammen mit Trainer Horst Zeh hatte er die Meisterschaften in der eigenen Halle zum Experimentierfeld erkoren. Beide hatten in den letzten Wochen und Tagen viel an seinem Kampfstil gebastelt, denn beiden war klar geworden, dass „wir mehr Variationen auf der Matte brauchen“. Die Konkurrenz hatte die Preißsche Taktik, fast ausschließlich auf Konter zu lauern, zuletzt immer häufiger durchschaut.

Gegen den Rostocker Sebastian Nowack funktionierte das neue System schon fabelhaft. Mit einer genauso gekonnten wie für den Gegner schmerzhaften Kopfklammer verschaffte sich Martin den nötigen Respekt im Achtelfinale. Auch Daniel Wilde aus Leipzig konnte den Hofer im Viertelfinale nie ernsthaft in Gefahr bringen.

Das Halbfinale gegen Thorsten Dominik aus Mömbris-Königshofen war dann der beste Beleg dafür, dass Ringen nicht nur Kraft- , sondern auch Kopfsache ist. Preiß hatte das Tor zum Finale zweimal schon weit aufgestoßen. Zunächst gewinnt er Runde 1 und übersteht dabei eine kritische Situation kurz vor dem Pausengong. In Runde zwei liegt er schnell 0:1 hinten, kontert aber gekonnt und scheint aufgrund der Letzte-Wertung-Regel - bei Gleichstand gewinnt der Ringer, der die letzte Wertung macht - auf der Siegesstraße. Doch der Konkurrent aus Mömbris-Königshofen gibt nicht auf und erzwingt mit einer Verzweiflungsaktion ein paar Wimperschläge vor dem Rundenende den Ausgleich. Es steht 1:1 - und Preiß hätte spätestens jetzt im Kopf den Schalter umlegen und noch offensiver ringen müssen. Denn die entscheidende dritte Runde glich der zweiten fast wie ein Ei. Preiß beherrscht den Gegner, geht in Führung, versäumt es aber , dieselbe auszubauen.

Dominik packt die Chance beim Schopf, als Preiß Sekunden vor Schluss immer mehr in Not gerät. Weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat und alles auf eine Karte setzt. Der Schlussgong beschließt eine kleine sportliche Tragödie: Preiß war über weite Strecken dieses Halbfinals der bessere Mann, der seine neues Konzept aber noch nicht richtig umsetzen konnte. Vielleicht auch deshalb, weil das Kampfgericht den Mattenleiter zweimal überstimmte. Zu Ungunsten des Hofers....

Schwamm drüber.! Dass Preiß zur nationalen Elite zählt, macht er in der Hoffnungsrunde schnell deutlich. Zumindest in der ersten Runde, in der er den Goldbacher Sascha Büchner nach Belieben beherrscht. Doch der Hesse wollte seine Chance auch wahren und gab noch einmal Gas. Mit jenem Quäntchen Glück, das man braucht, um ganz vorne zu landen, brachte der Hofer den Kampf in der dritten Runde schließlich über die Zeit. Im Kampf um Platz drei am Sonntag Vormittag vor inzwischen 1200 Zuschauern muss sich Preis dem einen Tick besseren Seeheimer Martin Daum beugen und dabei die Erkenntnis gewinnen, dass die richtige Balance aus Offensive und Defensive das Erfolgsrezept schlechthin ist.

 

20.03.2006

DER MEISTERSCHAFTS-HATTRICK VOR EIGENEM PUBLIKUM BLIEB DOMINIK ZEH VERSAGT Im Finale vom „Kronprinzen“ Weisenberger entthront / Hochdramatischer Abschluss des Ringerfestes

„Mein Akku war einfach leer!“



Noch einmal Kraft und Hoffnung für die letzte Runde schöpfen. Am Ende hatte Dominik Zeh aber nichts mehr zuzusetzen. FOTOS: KAUPER

VON PETER LANGER

Die Wettkampf-Planer hätten das nicht besser hinkriegen können: Der letzte von rund 200 Kämpfen an drei Tagen bei den deutschen Freistilmeisterschaften der Senioren in der Hofer Freiheitshalle steht an. Auf die Matte kommen Dominik Zeh, der Hofer Ringer-Held, Titelverteidiger, deutscher Mannschafts-Vizemeister mit Hallbergmoos. Und der „Kronprinz“, der Herausforderer: Peter Weisenberger von der hessischen RWG Mömbris Königshofen. Weisenberger gewann das Finale. In der entscheidenden dritten Runde entschied der berühmt-berüchtigte Münzwurf eine von der ersten bis zur letzten Sekunde hochdramatische Begegnung.

Es wird ein Kampf der Emotionen. Und auch ein Kampf der Generationen, den die Verantwortlichen des Deutschen Ringerbundes fördern und fordern. Zeh, der vor drei Jahren den „unbesiegbaren“ Alexander Leipold entthronte, ist der Gejagte. Und bekommt das schnell zu spüren.

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Wahnsinnsdruck

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Weisenberger entwickelt schon in den Anfangssekunden einen wahnsinnigen Druck und landet eine Dreier-Wertung. Den Hofer, der zehn Jahre lang für Hallbergmoos in der Bundesliga gerungen hat und ab der kommenden Saison wieder für seinen Heimatverein startet, verblüfft die Aggressivität der Attacken. Schnell sieht er ein, dass er die erste Runde verloren hat und bereitet sich innerlich schon auf die zweite vor. Wild entschlossen stürmt er nach einer kurzen Pause auf die Matte und zeigt dem sieben Jahre jüngeren Hessen die Grenzen auf. Der Rundensieg ist hochverdient: 1:1.

In der Freiheitshalle ist die Hochspannung mit Händen zu greifen. Die meisten der 1200 Fans treiben Zeh an, aber auch Weisenberger hat lautstarke Anhänger mitgebracht. Die Kontrahenten belauern sich. Beide ahnen: Wer jetzt einen Fehler macht, verliert. Kurz vor dem Ende der regulären Zeit passt Weisenberger kurz nicht auf, Zeh erkennt die Chance, kann aber den winzigen Vorteil nicht umsetzen. „Mein Akku war leer“, wird er später erklären.

Die dritte Runde endet schließlich punktlos. Die Münze muss die Entscheidung bringen. Sie kullert über die Ringermatte und fällt aus Hofer Sicht auf die falsche Seite. Der „blaue“ Ringer bekommt die Chance des ersten Zugriffs. Zeh: „In diesem Moment war mir klar, dass ich keine Chance mehr hatte. Wir kennen uns in- und auswendig. Peter wusste, was er zu tun hatte.“ Triumphierend riss der Hesse die Arme nach oben. Sein Blick ging hinaus zu Alexander Leipold, der sich nichts sehnlicher als einen Sieg seines Schützlings gewünscht hatte. Ein „bisschen Rache“ für die Niederlage von 2004 und die Gewissheit, dass der Jüngere zweier gleichstarker Männer hier gewonnen hatte.

Zeh weiß um diese Konstellation und hatte schon vor dem Kampf für sich selber beschlossen, auch im Falle des Titelhattricks das Feld für Weisenberger zu räumen. „Ich kann mir das einfach nicht mehr leisten, zwei, drei Wochen zum Lehrgang oder zu einem Turnier nach Polen zu fahren. Ich werde daheim im eigenen Geschäft gebraucht.“ Nichtsdestotrotz hätte er sich natürlich vom eigenen Publikum gerne noch einmal als deutscher Meister feiern lassen.

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Ein Weckruf

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Ein verdienter Meister wäre er gewesen, denn Zeh umschiffte die Klippen dieses Turniers hochkonzentriert und effektiv. Souverän errang er seine Siege im Achtel-, Viertel und Halbfinale über Christian Axenbeck (SC Unterföhring), den Kleinostheimer Mario Wohlfahrt und den Württemberger Gökhan Öztürk. Die im ersten Kampf gegen den krassen Außenseiter Axenbeck abgegebene Wertung verstand der erfahrene Zeh als Weckruf. Er wusste danach, dass es bei diesen Titelkämpfen keine leichten Gegner geben würde. Und so war es dann auch.

 

20.03.2006

 

Perfekte Organisation des ASV Hof

Die deutschen Meisterschafter der Freistilringer 2006 sind Geschichte. Sie hatten mit dem ASV Hof einen ausgezeichneten Gastgeber, der alles glänzend vorbereitete und mit großem Einsatz dann auch durchzog. Am späten Sonntagnachmittag konnte 1. Vorsitzender Wolfgang Fleischer durchschnaufen. „Es gab ein paar Haken, aber unterm Strich keine Probleme.“

DRB-Präsident Manfred Werner war klar, dass die Titelkämpfe in Hof gut aufgehoben sind. „Da ist eine Riesentruppe im Einsatz“, lobte er. Auch sportlich durften die Gastgeber zufrieden sein. Dominik Zeh als Zweiter in der 74-kg-Klasse auf dem Treppchen, das Martin Preiß in der 66-kg-Klasse nur knapp verpasste. Für Christian Wolfrum, der zusammen mit Nachwuchsmann Diyar Mutlugüles schon in der Qualifikation seine Chance eingebüßt hatte, gab es nach der Meisterschaft Trost von allen Seiten. „Christian steckt mitten im Studium und kann nicht wie gewünscht trainieren.“ Die logische Folge waren sechs Kilogramm Übergewicht. Wolfrum gab in den letzten zwei Wochen vor den Titelkämpfen zwar noch einmal Gas, verlor dabei aber Substanz, die ihm im Freitagskampf nach einer großartigen ersten Runde fehlte.

Ein wenig Enttäuschung machte sich bei jenen breit, die die Finanzen beim ASV zu verantworten haben. Vor allem der Freitag Abend blieb in der Zuschauerresonanz hinter den Erwartungen zurück. Der Besuch wurde aber von Veranstaltungsabschnitt zu Veranstaltungsabschnitt besser. Rund 1500 Zuschauer sahen dann wohl die Endkämpfe am Sonntag. Dass fast 450 nicht zahlten, wurmte Vorsitzenden Wolfgang Fleischer mächtig. Die rund 130 Athleten hatten natürlich freien Eintritt. Genauso wie die große Helferschar des ASV Hof, die einen prima Job machte. Ärgerlich wird‘s, wenn die Verbände außer den befugten Delegationsleitern, Trainern und Betreuern auch deren Verwandte und Bekannte mit einschleusen. Fleischer wollte es nicht zum Eklat kommen lassen, machte aber deutlich, wie dringend nötig ein kleiner Verein wie der ASV jeden Cent Eintritt hat. Betroffene Gesichter allerorten, aber mehr Geld spülte der Appell dennoch nicht in die Kasse. P.L.

 

 

20.03.2006

 

Warum Sedlmeier vor Wut kocht



Horst Zeh

Wütend pfeffert der Hallbergmooser Thomas Sedlmeier seine Klamotten auf den Boden. Er ist sauer. Sauer auf jene, die es möglich gemacht hatten, dass sein Finalgegner Vitalij Railean starten durfte, obwohl er bis vor kurzem keinen blassen Schimmer von Deutschland und deutschen Meisterschaften hatte. Doch auf irgendwelchen Wegen ist es pfiffigen Verantwortlichen gelungen, dem 55-kg-Ringer einen deutschen Pass zu besorgen.

Der erst seit vier Monaten amtierende DRB-Präsident Manfred Werner sieht diese Entwicklung nicht gern. Nicht, dass er irgendetwas gegen Ausländer hätte. Ganz im Gegenteil. „Es sind da unheimlich liebe Burschen dabei. Mich stört aber, dass bei deutschen Mannschaftsmeisterschaften die einzigen Deutschen die Kampfrichter sind.“

Dagegen will Werner mit aller Macht vorgehen. Auch wenn es juristisch schwer wird. Das Recht auf die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist immer größer werdenden Europa festgeschrieben. Doch Werner will nicht locker lassen. Weil es ihm ums deutsche Ringen geht. „Zwei, drei Ausländer pro Staffel wären ein Kompromiss, mit dem wir gut leben könnten“, sagt er. Genug, um von guten Kämpfern aus den frühen Ostblock-Ländern zu lernen. Und zu wenig, um deutschen Talenten den Weg nach oben zu versperren.

Einer wie Horst Zeh, erfolgreich als ASV-Trainer und des Bayerischen Ringerverbandes, kann dem Präsidenten nur beipflichten. „Wir haben hier in Hof so viele hoffnungsvolle Kämpfer, die Dominik Zeh und Martin Preiß nacheifern und sich die Kniffe abschauen. Es wäre doch jammerschade, wenn dieses Potenzial und auch das vieler anderer gut arbeitender Vereine international versanden würde.“ P.L.

 

18.03.2006

DIE BESTEN DEUTSCHEN FREISTIL-RINGER ZUM AUFTAKT IN HOF IN BESTFORM Wolfrum muss auf Bezwinger Seifert bauen / Auf Zeh und Preiß warten dicke Brocken / Hohes Niveau am ersten Tag / Für Mutlugüles zu früh

Hofer ASV-Ringer im Wechselbad der Gefühle



Eine gute Stunde vor dem ersten Kampf mussten die Starter auf die Waage. Ein Gramm zuviel - und die Meisterschaft wäre beendet gewesen, ehe sie begonnen hatte. Vorne ist der Hofer Dominik Zeh zu erkennen.FOTO: KAUPER

VON PETER LANGER

Da staunten auch die Experten: die besten deutschen Ringer präsentierten sich gestern Abend in der Hofer Freiheitshalle bei den nationalen Meisterschaften 2006 im freien Stil fast durch die Bank in einer hervorragenden Form.

Auf zwei Matten brannten die am ersten Tag in der Qualifikationsrunde stehenden achtzig Athleten ein wahres Feuerwerk an Griffen ab. Die Wettkampfleitung hatte mit ihrer Entscheidung, in die Lostrommel zu greifen und „ohne Rücksicht auf Verluste“ selbst Favoriten aufeinander loszulassen, ein glückliches Händchen bewiesen. Wie zufällig der Zufallsgenerator „arbeitete“, zeigte ein Kampf aus der 55 kg-Klasse, wo mit Christoph und Marcel Ewald Zwillingsbrüder aufeinander trafen. Der favorisierte Marcel, immerhin der Titelverteidiger, gewann das Familien-Duell

Hoch zufrieden war zunächst natürlich der gastgebende ASV Hof, denn mit Martin Preiß und Dominik Zeh zogen zwei seiner Aushängeschilder kampflos in das Achtelfinale ein, das am heutigen Samstag, ab 10 Uhr, durchgeführt wird. Christian Wolfrum wurde seiner Mitfavoritenrolle dagegen nicht gerecht. In der Klasse bis 84 kg , die mit 25 Ringern zahlenmäßig am stärksten besetzt war, beherrschte er in der ersten Runde seinen Kontrahenten, Tony Seifert vom SRC Viernheim, klar. Mit zunehmender Kampfdauer war Wolfrum anzumerken, dass er wegen seines Studiums nicht voll austrainiert ist. Die zweite Runde ging nach spektakulärem Verlauf mit 6:4 an den cleveren Nordbadener, der dann auch in der dritten Runde noch einen Gang zulegen konnte.

Wolfrum kann jetzt nur noch auf die Trostrunde hoffen. Und zwar nur dann, wenn Seifert in die Finalrunde am Sonntag, ab 10 Uhr, kommt. Natürlich war die Enttäuschung im Hofer Lager nach Wolfrums Niederlage groß. Keine Chance hatte Diyar Mutlugüles, der Sven Fiedler vom KSV Jahn Marten in allen Belangen unterlegen war. „Seine Zeit kommt noch“, tröstete sich Horst Zeh, Trainer vom Landesverband Bayern und vom ASV Hof. Wie schnell eine Wachablösung vollzogen werden kann, musste der Markneukirchner Seriensieger Andre Backhaus in der Klasse bis 96 kg schmerzhaft erleben. Gegen den aufstrebenden „Kronprinzen“ Nico Graf vom AC Taucha kassierte der Vogtländer eine deutliche Niederlage. Auch Preiß und Zeh müssen sich warm anziehen. Die Konkurrenz ist riesengroß.

 

18.03.2006

DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN IN DER FREIHEITSHALLE ERÖFFNET Hof drei Tage Hauptstadt des Ringens / Christian Wolfrum muss nach Niederlage auf Trostrunde hoffen

Losglück für die Lokalmatadoren



Christian Wolfrum (blaues Trikot) hatte in der dritten Runde nichts mehr zuzusetzen und musste sich Tony Seifert geschlagen geben.

FOTO: HERMANN KAUPER

VON PETER LANGER

HOF – Gleich am ersten Tag der deutschen Freistilmeisterschaften erlebten die Zuschauer in der Hofer Freiheitshalle Ringersport vom Feinsten. In technisch hochklassigen Kämpfen setzten sich gestern Abend in der Qualifikationsrunde meist die Favoriten durch. Losglück hatten zwei der vier Hofer Lokalmatadoren: Dominik Zeh und Martin Preiß zogen in ihren Gewichtsklassen 66 kg und 74 kg jeweils die Nummer 1 und kamen damit nach dem Reglement kampflos in die nächste Runde. Christian Wolfrum (84 kg) und Diyar Mutlugüles (120 kg) mussten dagegen auf die Matte. Wolfrum sah gegen den Viernheimer Seifert lange Zeit wie der Sieger aus, verlor aber in der entscheidenden dritten Runde und muss nun auf die Trostrunde hoffen. Tapfer schlug sich der 18 Jahre alte Mutlugüles, der bei seiner ersten Seniorenmeisterschaft aber noch überfordert war und 0:2 verlor. Zuvor hatten Bayerns Staatsminister Werner Schnapp-auf als Schirmherr und der Präsident des Deutschen Ringerbundes, Manfred Werner, die Titelkämpfe in Hof eröffnet, das für drei Tage die „Hauptstadt des Ringsportes“ ist. Sport

 

15.03.2006

ASV Hof richtet zum 110-jährigen Bestehen die deutschen Ringermeisterschaften aus / Ausgebuchte Hotels, Honoratioren

Ein Kraftakt als Geburtstagsgeschenk



VON PETER LANGER

HOF – Das 19. Jahrhundert neigt sich seinem Ende entgegen. Überall herrscht große Arbeitslosigkeit, die Männer langweilen sich. In Hof machen sie das Beste daraus. Sie messen ihre überschüssigen Kräfte, drücken, stemmen, ringen – und gründen den Athletiksportverein (ASV).

Heute, 110 Jahre später, steht dieser ASV in der Blüte seines Schaffens: Erstens tritt er am Wochenende in der Hofer Freiheitshalle als Ausrichter der deutschen Meisterschaften der Herren auf und zweitens zählt er zu den immer weniger werdenden Sportvereinen, für die die Nachwuchsarbeit nicht lästiges Übel, sondern Lebenselixier ist. „Kein Zufallsprodukt“, sagt erster ASV-Vorsitzender Wolfgang Fleischer und erzählt uns, was für eine Unmenge von Arbeit hinter einem Projekt wie „Deutsche Meisterschaft 2006 in Hof“ steht.

2004 steckten sie erstmals die Köpfe zusammen. „Was“, so lautete die Frage in der Männerrunde, „machen wir zum 110-jährigen Jubiläum?“ Die Antwort, kurz und bündig: Kein großes Fest, dazu ist der Geburtstag nicht rund genug, aber etwas sportlich Handfestes. Wie deutsche Meisterschaften. Für Männer und nicht – wie zehn Jahre zuvor – für Bayerns beste Junioren, deren Bekanntheitsgrad nach Fleischers Einschätzung noch nicht sonderlich ausgeprägt ist.

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Sekundengenau

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Die ASVler fackelten nicht lange. Erste wichtige Station war der Besuch bei den Meisterschaften des Jahres 2005 im fernen Schwarzwald-Städtchen Waldkirch. „Wir sausten mit Notizblöcken und Bleistiften durch die Halle und saugten die Eindrücke auf wie ein Schwamm. Negatives wie Positives.“ Daheim in Hof wurde ausgewertet, ein Konzept ausgearbeitet und bis zum heutigen Tag durchgezogen. Fleischer erklärt es so: „Es gibt einen großen Rahmenplan und einen, der fast sekundengenau ins kleinste Detail geht.“

Bis alles so stand, wie es heute steht, rauchten die ASV-Köpfe wie Fabrikschlote. Am Anfang wöchentlich, jetzt auf der Zielgeraden quasi täglich wurde beraten und beschlossen. Fleischer steht einem Gremium vor, das in all dieser Zeit stets loyal und zuverlässig an der großen Aufgabe mitarbeitet: alte Haudegen wie Rudolf Meinhardt und Heinz Gebhardt, die ihre ganze Ringer-Erfahrung aus Jahrzehnten einbringen. Oder junge Quereinsteiger wie Oliver Herrmann, der sich auf Anhieb beim ASV wohl fühlte. Oder Dieter Puschert, der stets darauf achtet, dass der Verein nicht mehr Geld ausgibt als er einnimmt.

Was kein leichtes Unterfangen bei dieser Meisterschaft ist. Aus allen Ecken kommen Kosten auf den Verein zu. Der größte Brocken ist die Summe, die der Ringerbund als garantiertes Dankeschön dafür erwartet, dass er dem ASV seinen Geburtstagswunsch erfüllte. Andere Posten schlagen auch kräftig zu Buche: ein professioneller Hallensprecher, der den Besuchern den Ringersport noch näher bringen will, ein externes Wettkampfbüro, das aus dem Schwarzwald mit modernstem Equipment anreist. Auch nicht zum Nulltarif gibt‘s die Schulorchester des Schillergymnasiums, die zur Eröffnung und beim Einmarsch die Deutschland-Hymne spielen und am Sonntag die Finals mit dem Siegertusch krönen werden. „Das ist Livemusik und kein Gequäke aus Konserven“, begründete Fleischer das Engagement und erntete auch beim sonst jeden Cent zweimal umdrehenden ASV-Finanzminister Puschert Zustimmung.

Der musste auch grünes Licht dafür geben, dass die Hofer Ringer diverse Ausgaben vorstreckten – in der Hoffnung, dass die Zuschauer-Zahlen den Prognosen entsprechen. Es gibt Erfahrungswerte, die den Hofer Voraussagen zu Grunde liegen. Und es gibt die geographische Lage der Stadt, die von fast allen Ringerhochburgen maximal 450 bis 500 km entfernt und deshalb auf der Autobahn bestens anzufahren ist.

Je näher die Eröffnung rückt, desto ruhiger wird Fleischer. Die Ruhe strahlt er auch auf seine vielen Mitstreiter aus, die allesamt ihre Hausaufgaben gemacht haben und sich auf die Gäste aus ganz Deutschland freuen. Die Hotelbetten rund um Hof sind nahezu ausgebucht. „Die Sportler bringen ganze Fangruppen mit“, weiß der ASV-Vorsitzende.

Platzt die Freiheitshalle dann aus allen Nähten?
Fleischer: „Wir wünschen uns natürlich ein volles Haus, müssen aber gewisse Sicherheitsbestimmungen einhalten.‘‘ Am Sonntag, wenn zwischen neun und 13 Uhr die deutschen Meister in den Finalkämpfen gekürt und die meisten Zuschauer erwartet werden, lassen die ASVler deshalb die Feuerwehr anrücken. Als Vorsichtsmaßnahme.

Weil die Hofer höfliche Leute sind, werden die Honoratioren der Stadt und des Ringer-Bundes sowie die Sponsoren besonders hofiert. Es gibt einen Ehrengastbereich und einen VIP-Raum, in dem sich die Prominenz über hoffentlich spannende Kämpfe unterhalten kann. Gerade den Sponsoren hat der Verein viel zu verdanken. „Da gibt es immer ein offenes Ohr für uns. Die Firmenchefs spüren, mit welcher Leidenschaft und Begeisterung wir uns reinhängen und unterstützen uns nach Kräften.“

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After-Fight-Party

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Wenn Fleischer jetzt an vorderster Front Verantwortung trägt, erinnert er sich an die Meisterschaften von 1980, die ebenfalls in der Hofer Freiheitshalle stattgefunden haben. „Damals trugen wir Buben noch die Zettel von den Kampfrichtern ins Wettkampfbüro. Mit einem Overhead-Projektor warf ich die Namen der Ringer auf eine viel zu kleine Leinwand.“ Heute, rund 26 Jahre später, läuft alles online und mit Beamer. Nach dem obligatorischen Wiegen am Freitag, bei dem die Ringer nicht ein einziges Gramm zu viel auf den Rippen haben dürfen, werden die Namen in der EDV-Anlage gespeichert.

Fleischer, heute 41 Jahre alt, hat‘s beim ASV in seiner zehnjährigen Amtszeit verstanden, die Generationen zu verbinden. In der Vorstandschaft mischen sich jugendliche Dynamik und die Erfahrung der Alten optimal. „Wir gehen mit sehr viel Respekt miteinander um.“ Am Samstag sind sie denn auch alle eingeladen zur After-Fight-Party in der Bürgergesellschaft: die Ringer aus allen Himmelsrichtungen, die Helfer, die Kampfrichter und Funktionäre. Auf einen Gast freuen sich die Hofer Ringer besonders: Manfred Werner, der neu gewählte Ringerbund-Präsident, sei ein Glücksfall. Der gibt das Kompliment prompt zurück. „Wir brauchen mehr Vereine wie den ASV, der noch ehrlichen Ringkampfsport bietet.“

Der Ringersport hat eine große Tradition in Hof. Zum Jubiläum am Wochenende freut sich der ASV auf Gäste aus ganz Deutschland.

 

16.03.2006

DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN SIND IMMER ETWAS BESONDERES Bei den Titelkämpfen vom Freitag bis Sonntag in Hof müssen sie ans Limit gehen / Knallhartes Training unter neuer Führung

Die Ringer stehen mit dem Rücken zur Wand

Horst Zeh (links) mit seinen vier Schützlingen (von links) beim Mittwoch-Training: Christian Wolfrum, Dari Mutlugüles, Martin Preiß und Dominik Zeh.FOTO: KAUPER

VON PETER LANGER

Noch zwei Tage. Die vier Hofer Ringer sind nach außen ganz gelassen, spulen ihr Trainingspensum ab. Doch im Inneren brodelt es. In zwei Tagen beginnen in ihrer Heimatstadt die deutschen Freistil-Ringermeisterschaften der Senioren. Sie, Dominik Zeh, Christian Wolfrum, Martin Preiß und Dari Mutlugüles, sind dabei - und nicht chancenlos.

Cheftrainer Horst Zeh beobachtet die vier ASV-Musketiere genau, lobt, tadelt, feuert an. Gerade wird ein Fünf-Runden-Kampf simuliert. Alle gehen ans Limit. „Deutsche Meisterschaften sind schon etwas ganz Besonderes für einen Ringer“, weiß Zeh aus eigener Erfahrung. Er war in seiner aktiven Zeit mehrmals am Start. Auch 1980 in Hof. „Vor eigenem Publikum, wenn Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen zusehen, kriegst du eine Gänsehaut, wenn die Nationalhymne gespielt wird.“

Zeh hatte seinerzeit deutsche Ringer der internationalen Spitzenklasse vor der Nase. Zwei vierte Plätze stehen „nur“ zu Buche. In Hof unterlag er dem späteren deutschen Meister mit 5:6. Die Halle tobte damals.

Ab Freitag sitzt er am Mattenrand und betreut als bayerischer Cheftrainer die bayerischen Teilnehmer, vornehmlich natürlich seine vier ASV-Schützlinge. „Es wird verdammt schwer. Auch für Dominik, der als Titelverteidiger an den Start geht.“ Zehs Skepsis hat einleuchtende Gründe. Der deutsche Ringkampfsport steht mit dem Rücken zur Wand und will mit aller Macht aus der sportlichen Misere heraus. Auch, weil die vielen Niederlagen den für den Sport zuständigen Bundesinnenminister veranlasst haben, die Mittel radikal zu kürzen. Zeh ist einerseits stocksauer („Die Ringertrainer reißen sich für zwei Euro fünfzig den Hintern auf“), andererseits aber auch realistisch: „Den derzeit so erfolgreichen Biathleten wird das Geld im Schubkarren hinterhergefahren. Das ist so im deutschen Sport.“

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„Bessere

Kaffeekränzchen“

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Die Ringer müssen also mächtig Gas geben. Sie tun‘s. Zeh schaute kürzlich bei einem Verbandstrainer-Lehrgang in Hennef zu. „Im Vergleich dazu waren die Trainingseinheiten vor zwei, drei Jahren bessere Kaffeekränzchen.“ Die Karten werden völlig neu gemischt. Kein einziger Ringer steht im A-Kader, alle müssen sich über den B-Kader, in dem auch Zeh und Preiß vertreten sind, neu qualifizieren. Ein Hauen und ein Stechen ist da zu erwarten, auch und gerade in Hof, wo der DRB die Weichen stellen will. „Da geht‘s gerade für die Sportsoldaten von der Sportförderer-Kompanie in Schifferstadt um die berufliche Existenz. Wenn die nicht spuren, fliegen sie raus.“

Trotzdem traut er seinen Schützlingen einiges zu. Seinen Sohn, selbst acht Jahre in Schifferstadt dabei, erwartet er auf dem Stockerl - ob als Erster, Zweiter oder Dritter hängt von der Tagesform ab. Eine Endkampfchance haben natürlich auch Christian Wolfrum und Martin Preiß. Selbst Diyar Mutlugüles muss sich nicht verstecken. „Vielleicht“, so sein Trainer, „kommen diese Titelkämpfe ein Jahr zu früh für ihn. Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften, die einen Monat später stattfinden, ist er klarer Favorit.“ Alle vier Hofer bereiten sich gewissenhaft und konzentriert auf das Turnier vor. Schon am Freitag ab 18.30 Uhr, steht in der Qualifikationsrunde viel auf dem Spiel. Noch ist offen, welchen Austragungsmodus der neue Bundestrainer wählt. Es gibt drei Varianten. Entweder nimmt er den Zufallsgenerator. Oder er setzt die Favoriten, damit die nicht schon in der Qualifikation aufeinandertreffen. Die dritte Möglichkeit, und die erwartet Horst Zeh, ist eine Mischung aus den beiden ersten.

In jedem Fall muss das Gewicht stimmen. „Jeder versucht sein Limit bis aufs letzte Gramm auszureizen.“ Die Hofer stehen täglich auf der Waage, um eine Tendenz erkennen zu können. Eine Gewichtsreduzierung müsse, so Horst Zeh, langfristig geplant und diszipliniert durchgezogen werden. Kein Gramm Fett taucht deshalb auf dem Speiseplan auf, dafür kohlenhydratreiche Nahrung wie Reis, Nudeln und staubtrockener Kuchen. Und natürlich viel Flüssigkeit, angereichert mit Vitaminen und Spurenelementen.

Dominik Zeh studiert unter anderem Ernährungswissenschaft und ist deshalb der ASV-Experte in diesen Fragen. Er weiß, was er nehmen darf und was nicht. Kürzlich hatte er erst wieder Besuch von der WADA, jener Organisation also, die weltweit nach Dopingsündern fahndet. Auch bei den Meisterschaften in Hof muss extra ein mobiles Doping-Labor eingerichtet werden. Stichproben sind angesagt und natürlich werden die Finalteilnehmer streng kontrolliert.

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Strenge

Dopingkontrollen

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Zeh glaubt nicht, dass sich einer der Teilnehmer an verbotenen Substanzen vergreift. „Dopingmissbrauch bedeutet meist das Karriereende“, sagt er und rät allen: Effektives Training ist das beste Mittel, erfolgreich zu werden. Der neuen DRB-Führungsriege mit dem Vorsitzenden Manfred Werner. Bundestrainer Jörg Helmdach und Detlef Schmengler traut er viel zu. „Ich kenne die Herren und bin überzeugt davon, dass sie das deutsche Ringen aus der Talsohle herausführen werden.“ In Hof wird der erste Schritt gemacht..

 

16.03.2006

 

Wie das deutsche Ringen noch zu retten ist...



Will durchgreifen: DRB-Präsident Manfred Werner.FOTOS:KAUPER

Manfred Werner, der neugewählte Präsident des Deutschen Ringerbundes schaut stets mit Wohlwollen auf den ASV Hof. Ein Verein ganz nach dem Geschmack Werners. In einem Interview mit unserer Zeitung stellt er den ASV als Vorbild dar und drängt bei den meisten anderen auf einen radikalen Kurswechsel.

Herr Werner, Sie sind seit November vergangenen Jahres im Amt. Was sind Ihre ersten Eindrücke?

Dass es sehr viel im deutschen Ringen zu tun gibt. Wir müssen schnell, konsequent und vor allem gemeinsam handeln.

Wo wollen Sie die Hebel ansetzen?

Wir gehen mitten rein. Gerade die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass wir uns selbst zerstückeln. Das ist ganz schlecht fürs Image. Keiner geht nur einen Zentimeter in seiner Denkweise von seinen eigenen Interessen weg, nur wenige sehen, dass es um das Gemeinwohl unseres Ringkampfsportes geht.

Wie wollen Sie dieses verkrustete Denken und Handeln aufbrechen?

Die DRB-Führung wird in Zukunft in diesen wichtigen Dingen Vorgaben geben und geben müssen.

Wie soll das konkret aussehen?

Schritt für Schritt werden wir professioneller arbeiten. Die DRB-Führung wird sehr zeitnah eine kompetente Kommission auf die Beine stellen, in der selbstverständlich alle Interessengruppen vertreten sein werden. Wir müssen die heiklen Thema ausdiskutieren.

Das deutsche Ringen hat in den vergangenen Jahren einen erheblichen Imageschaden hinnehmen müssen. Neben sportlichen Misserfolgen gibt es immer wieder finanzielle Pleiten. Was gedenken Sie dagegen zu tun?

Für unser Image im positiven, wie im negativen Sinne sind wir alle mitverantwortlich, denn wir sind alle, vom kleinsten Funktionär bis zur Führung, der Deutsche Ringer-Bund.!

Schöne Worte. Sie müssen Taten folgen lassen...

Es ist kein Geheimnis, dass der Ringsport in Deutschland derzeit nicht auf dem Höhepunkt seiner Leistungskraft steht. Ein wesentliches Indiz dafür: Deutsche Ringer spielen auf der internationalen Bühne, mit sehr wenigen Ausnahmen, eine oft untergeordnete Rolle. Das liegt wohl kaum daran, dass wir weniger Talente haben als andere Länder. Es gibt in einzelnen Landesverbänden immer wieder Ausnahmetalente, die es zu fördern gilt.

Klingt eigentlich ganz selbstverständlich. I st es aber wohl nicht....

Nein, ist es nicht. Gern wird unser Gesellschaftssystem als Grund für den Niedergang vorgeschoben. Solchen Schutzbehauptungen soll und muss man mittel- und langfristig mit allen Möglichkeiten entgegentreten.

Wie wollen Sie die Vereine auf Kurs kommen?

Einen wesentlichen Grund sehe ich in dem zunehmend hohen Anteil nichtdeutscher Ringer in der Bundesliga. Um es gleich hier ganz deutlich auszusprechen: Es geht mir nicht um eine pauschale Abqualifizierung unserer nichtdeutschen Sportfreunde oder um irgendeine Stimmungsmache in diese Richtung. Es geht mir vielmehr um das strukturelle Problem, das wir durch diesen zunehmend hohen Anteil nichtdeutscher Ringer in vielen Vereinen haben.

Haben Sie mit den Vereinen schon darüber gesprochen?

Natürlich. Die Motive der Vereine liegen auf der Hand: Es ist leichter, fertige Spitzenathleten einzukaufen, als jahrelang mühsame Nachwuchsarbeit zu machen. Das soll schnelle Erfolge für den Verein und volle Hallen bringen.

Zu einem zu hohen Preis, oder?

Genau! Die Vereine setzen erhebliche finanzielle Mittel ein, verschulden sich gar, verlieren ihre gesunde Basis in Form eigener Nachwuchskräfte, machen sich vom eigenen System des schnellen, gekauften Erfolges abhängig und müssen diese Spirale immer höher drehen.

Den Einsatz nichtdeutscher Sportler gab es schon vor Jahren

Stimmt, meist aber lebten sie auch im Ort, waren im geselligen Leben voll integriert, konnten im Training den Nachwuchskräften internationales Niveau weitergeben. Davon haben alle Beteiligten profitiert.

Und heute?

Heute werden viele nichtdeutsche Sportfreunde nur für den Kampf „eingeflogen“, versuchen ihre geforderte Leistung zu bringen, kassieren, kehren nach dem Kampf allem den Rücken zu. Das ist nutzlos für den Verein und für den DRB, ein Strohfeuer, das die Struktur kaputt macht.

Wo sind die Auswüchse besonders schmerzlich?

Es kann doch einfach nicht sein, dass bei einem Finalkampf der DMM die deutsche Nationalhymne gespielt wird, aber in den beiden Kadern nur wenige Ringer überhaupt Deutsche sind – manchmal ist es das Kampfgericht allein! Verkehrte Welt auch bei diesem Beispiel: Wenn sich ein deutscher Junioren-Meister in den stark besetzten Gewichtsklassen eigentlich souverän behauptet, aber in der BL überhaupt nicht zum Einsatz kommt, muss doch etwas falsch sein!

Wie wollen Sie dagegen vorgehen?

Zunächst appelliere ich an die Vernunft der Vereine, die im übrigen auch rechtliche Aspekte beachten sollten. So wollen manche Vereine mit einem hohen Anteil an Nichtdeutschen einerseits sehr professionell auftreten, vergessen andererseits aber zum Beispiel, dass für viele nichtdeutsche Ringer Arbeitsverträge vorzulegen sind. Sportlich stehen sie damit im Profi-Lager und finanziell genießen sie den Amateurstatus – das ist ein „bisschen schwanger“. Der DRB wird auch hier seine Fürsorgepflicht wahrnehmen.

Das klingt als würden Sie ernst machen wollen. Wie lauten Ihre konkreten Vorschläge?

Um eine gesunde Mischung zu gewährleisten, sind in jedem Kader maximal drei Nichtdeutsche erlaubt.

Sie sollen zum Verein passen und in das Vereinsleben dauerhaft integriert sein.

Die Vereine regeln das im Rahmen einer Selbstbeschränkung.

Ist das auch der Wunsch der Vereine?

Beispiele für diesen positiven und für alle Seiten erfolgreichen Umgang mit nichtdeutschen Sportfreunden gibt es genug, das sollte Schule machen. Der DRB hat sich auch dem Wunsch vieler Vereine nach vier Ligen angeschlossen, um den regionalen Bezug stärker zu betonten und um Nachwuchsringer leichter einsetzen zu können.

Was schlagen Sie noch vor?

Eine Mindestzahl an Einsätzen von nichtdeutschen Ringern in den Vorrundenkämpfen geht genau in diese Richtung – ebenso wie de Änderung der Startberechtigungsbestimmungen. Dies alles sind erste Schritte und Unterstützungsmaßnahmen.

Für die laufende Saison wird es keine gravierenden Änderungen geben können?

Wir werden nichts übers Knie brechen. Wenn sich jedoch kein gemeinsamer Erfolg einstellt, werden wir andere Möglichkeiten prüfen und weitere rechtlich abgesicherte Hürden einbauen. Sollte auch das nichts fruchten, denken wir auch über ein grundlegend anderes Ligasystem nach. Bleibt zu hoffen, dass wir nicht so weit wie beim Eishockey gehen müssen.

Wie schätzen Sie selbst das Verhältnis zwischen Verband und Vereinen ein?

Die Liga ist für den DRB ein wichtiger Stützpfeiler, auch in finanzieller Hinsicht. Das bedenken wir sehr wohl. Gerade aber weil das langfristig so bleiben soll, werden wir uns nicht durch kurzfristige finanzielle Nachteile von dem Gesamtvorhaben abschrecken lassen.

Es ist fünf vor Zwölf, vielleicht sogar schon kurz nach Zwölf.

Das stimmt, leider. Wir werden in diesem Jahr genau beobachten, wie die Vereine reagieren. Im Jahr 2007 wird es mit Sicherheit Bewegung bei diesem Problem geben müssen, damit wir bei Olympia 2008 und insbesondere 2012 wieder wettbewerbsfähig sind .

Glauben Sie, dass die Vereine alle an einem Strang ziehen werden?

Vereine, die mit zu vielen Ausländern agieren, betrügen die gegnerische Mannschaft, die Zuschauer, unseren gesamten Sport und vor allem sich selbst.

Sie haben sich richtig in Rage geredet. Ein versöhnliches Schlusswort gefällig?

Wir bräuchten mehr Vereine wie den ASV Hof, der unsere Ideale vorlebt. INTERVIEW

PETER LANGER

 



Gerhard Vogel: Auf der Höhe der Zeit

Eine deutsche Meisterschaft ist auch bei den Ringern eine Hightech-Veranstaltung, die Zettelwirtschaft hat ausgedient. Der verantwortliche Mann beim ASV Hof ist zweiter Vorsitzender Gerhard Vogel, der die Technik aufbaut und betreut. Auch das DM-Programmheft und die Plakate hat Vogel gestaltet.

Das Bayerische Fernsehen und der Bayerische Rundfunk haben sich zusammen mit den Vertretern von einem guten Dutzend überregionaler Zeitungen für die Hofer Titelkämpfe angesagt.

Als Schirmherr fungiert Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf. Er wird die Meisterschaft am Freitag feierlich eröffnen.

Am Samstag lädt die Stadt Hof das Präsidium des Deutschen Ringerbundes, Ehrengäste und die Delegationsleiter der zwanzig Landesverbände zu einem Empfang im kleinen Sitzungssaal des Hofer Rathauses ein.

Nachbarschaftshilfe leistet der RSC Marktleugast: Weil der DRB insgesamt vier Matten (zwei für Wettkampf, zwei zum Aufwärmen) vorschreibt, der ASV aber nur drei besitzt, sprang der RSC auf Anfrage sofort ein